Der Konsens

Das arabische Wort für Konsens ist idjma und bedeutet wörtlich Übereinkunft, Einmütigkeit. Im religiösen Kontext meint der Konsens die Übereinkunft der Rechtsgelehrten im Urteil zu einem bestimmten Thema. Diese Übereinkunft kann auf zwei Arten geschehen. Erstens können die Rechtsgelehrten die gleiche Ansicht zu einem bestimmten Thema äußern. Dies nennt man den offenen Konsens. Zweitens kann mindestens ein Rechtsgelehrter eine Ansicht äußern, der von den anderen Rechtsgelehrten der Zeit nicht widersprochen wird. Somit wird der Ansicht gewähr gegeben. Dies nennt man den Schweigekonsens. Für die meisten Rechtsgelehrten ist der offene Konsens eine Rechtsquelle. Die Sicherheit des Schweigekonsens ist allerdings umstritten. Als Begründung für den Konsens werden oft folgender Vers und Hadith vorgetragen.

  • “Wer aber dem Gesandten entgegenwirkt, nachdem ihm die Rechtleitung klargeworden ist, und einem anderen Weg als dem der Gläubigen folgt, werden Wir dem zukehren, dem er sich zugekehrt hat, und ihn der Hölle aussetzen, und (wie) böse ist der Ausgang! (Koran 4/115)

In diesem Vers wird gesagt, dass der Weg der Muslime der rechte Weg ist. Der Weg ist gewiss der Weg der Rechtsgelehrten, die sich auf Koran und Sunna stützen.

Auch der Prophet spricht:

  • “Meine Ummah kommt nicht im Abwegigen überein.“ (Ibn Mace, Fiten, 8.)
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