Das Totengebet

Das Totengebet

Mit dem im Sterben begriffenen geht man wie folgt um:

Jemand der im Sterbebett ist, den legt man auf seine rechte Seite in Richtung Mekka. Jemanden der in dieser Situation ist erinnert man an die Glaubensformel. Man sagt aber nicht dem Kranken, dass er Glaubensformel rezitieren soll, sondern man rezitiert sie vor ihm. Wie denn auch unser Prophet befiehlt:

Erinnert eueren Toten (die im Sterbebett liegenden) an die Schahada.107

Das seine Verwandte und Bekannte eine solche Person Besuchen ist deren religiöse Pflicht. Wenn der Kranke Fieber und Durst hat dann gibt man ihm wenig aber öfters Wasser. Man rezitiert neben ihm die 36. Sura des Koran. Man schließt Mund und Augen des Toten. Man legt ein Tuch auf sein Gesicht. Danach zieht man den Toten aus. Damit der Tote nicht aufschwellt, legt man auf dem Bauch des Toten ein Eisenstück und die Hände werden auf die Seiten gelegt. Bis der Tote gewaschen wird liest man neben ihm nicht den Koran.

Das Waschen des Toten

Um den Toten zu waschen stellt man ihn auf einen hohen Platz. Ohne in den Mund und in die Nase Wasser zu geben macht man die Rituellenwaschung für den Toten. Danach gießt man Wasser über den Toten. Der Kopf und der Körper werden mit Seife und mit Lauwarmen Wasser gewaschen. Danach dreht man ihn auf seine Linke Seite um di Rechte Seite zu waschen und man dreht in auf die Rechte Seite um die linke Seite zu waschen. Man stellt den Toten zum Sitzposition und drückt ein bisschen auf seinen Bauch. Falls etwas kommt, wascht man und macht den Toten sauber. Man brauch aber nicht für den Toten die Rituellenwaschung machen und den Toten wieder ganz vom Beginn waschen.

Jede Waschung soll nicht weniger als dreimal sein und man soll nicht umsonst Wasser verschwenden. Einen Toten bei dem es unmöglich ist ihn anzufassen und zu waschen, gießt man nur Wasser über ihn. Die Stelle in dem man den Toten wascht muss geschlossen sein und außer dem Toten waschender und derjenige der ihm hilft soll niemand sich dort befinden.

Den Toten soll ein eng Verwandter oder Jemand auf dem man sich verlassen kann und der sich von Sünden behütet waschen. Es ist besser und man erhält mehr Gotteslohn wenn man den Toten Kostenlos wäscht.

Den Toten Mann wäscht ein Mann und die Tote Frau wascht eine Frau.

Falls kein Wasser vorhanden ist verrichtet man für den Toten die symbolischen Waschung.

Das ein Mann ein kleines Mädchen wäscht und eine Frau einen kleinen Jungen wäscht ist aus Religiöser Hinsicht nicht verwehrt. Man kämmt die Haare oder den Bart des Toten nicht. Man schneidet die Nägel, Haare oder den Bart des Toten nicht.

Es ist aber nicht verwehrt den Toten aus der liebe zu Küssen.

Nach dem man den Toten gewaschen hat, trocknet man ihn mit einem Tuch ab und hüllt ihn in das Leichentuch. Man streicht auf sein Kopf und Bart angenehme Gerüche. An die Stellen die nach Niederwerfung kommen werden wird mit Kampfergeruch bestrichen.

Das Leichentuch

Es gibt drei Arten von Leichentuch:

1. Das Sunna-Leichentuch: Diese besteht für die Männer aus drei Teilen. Diese sind Hemd, Izar und Lifafe. Bei den Frauen aber kommt noch dazu Kopftuch und ein Stoffteil um die Brust zu verbinden und besteht also aus fünf Teilen.

2. Das ausreichende Leichentuch: Bei den Männern besteht es aus zwei Teilen, diese sind Izar und Lifafe. Und für die Frauen wird noch ein Kopftuch hinzugefügt.

3. Das notwendige Leichentuch: Was man notfalls ausreichend an Leichentuch findet genügt.

Das dreiteilige Leichentuch für Männer:

1. Kamis (Hemd): Ein Hemd vom Hals bis zur Füssen

2. Izar : Vom Kopf bis zur Fuß.

3. Lifafe: Dieses ist das Tuch von Kopf bis zur Fuß. (Lifafe ist das Tuch das vom Kopf und von den Füssen gebunden wird. Deshalb macht man dieses Länger al die anderen Tücher.

Zuerst legt man den Lifafe, und darüber den Izar und danach legt man das Hemd. Man öffnet das Hemd und bekleidet den toten damit, danach legt man den Toten über den Izar, zuerst von der linken Seite danach von der Rechten Seite wickelt man den Toten. Auch Lifafe wird in der gleichen Weise verwickelt. Wenn man daran zweifelt, dass das Leichentuch geöffnet wird, dann verbindet man das Leichentuch.

Das fünfteilige Leichentuch für Frauen:

Sowie bei den Männern,

1. Hemd

2. Von Kopf bis zur Fuß Izar

3. Von Kopf bis zur Fuß Lifafe

Noch dazu:

4. Das Tuch das Über den Brust gebunden wird,

5. Kopftuch.

Der Toten Frau zieht man zu erst den Hemd an, dann macht man aus den Haaren zwei Zöpfe und legt diesen über das Hemd, über den Brust. Danach bedeckt man mit dem Kopftuch den Kopf und auch das Gesicht. Danach verwickelt man über den Izar und man verbindet ein Tuch über die Brust. Danach verwickelt man in der gleichen Weise zum Lifafe.

Es ist empfohlen,ein weißes Leichentuch zu verwenden.

Das Totengebet

Das Totengebet ist Farz- Kifaye. Das ist Dua für den Toten. Die letzte Aufgabe für den Religionsbruder zu erfüllen und um für seine Vergebung an Allah zu beten.

Wessen Totengebet wird verrichtet

Den Totengebet eines Toten zu verrichten, müssen diese sechs Voraussetzungen vorhanden sein:

1. Der Tote muss Moslem sein,

2. Er muss rein sein (Er muss gewaschen und in ein reines Tuch gewickelt werden)

3. Er muss vor der Gemeinschaft sein,

4. Das ganze oder der größter Teil des Toten, muss vorhanden sein.

5. Der Vorbeter des Totengebetes muss (wenn er nicht Behindert ist) das Gebet stehend verrichten.

6. Der Tote muss auf einem festen Platz stehen. Er darf während des Gebetes nicht auf den Schultern oder auf der Luft getragen werden.

Ein Baby, das Lebendig oder die meisten Körperteile lebendig auf die Welt kam, dessen Totengebet wird verrichtet.

Ein Fehlgeburt dessen Organe erkennbar sind, werden gewaschen und in ein reines Tuch eingewickelt, begraben, und sein Totengebet wird verrichtet.

Ein Fehlgeburt jedoch, keiner dessen Organe erkennbar ist, für den wird kein Totengebet verrichtet.

Beim Totengebet gibt es keine Verbeugung und keine Niederwerfung.

Die Sunna des Totengebetes

1. Das der Vorbeter an der Brustlinie des Toten steht,

2. Nach der ersten Takbir “Subchaneke” zu rezitieren.

3. Nach der zweiten Takbir, “Allachumme Salli und Allachumme Barik” rezitieren.

4. Nach der dritten Takbir ein Bittgebet zu sprechen.

Das Verrichten des Totengebetes

Das Totengebet ist eine hinreichende Pflicht, was besagt, dass zu seiner Verrichtung nur die Leute verpflichtet sind, die sich dort aufhalten, wo sich der Verstorbene befindet und dass die Pflicht von allen Muslimen abfällt, wenn ein Teil ihrer sie verrichten.

Es wird im Stehen verrichtet und enthält vier Takbir, zwischen denen Bittgebete gesprochen werden. Es wird darin nicht aus dem Koran rezitiert, Verbeugungen und Niederwerfungen finden nicht statt.

Stirbt ein Moslem, so wird der Leichnam mit lauwarmen Wasser gewaschen, in Tücher gehüllt und sodann zur Verrichtung des Gebetes aufgebahrt. Der Imam nimmt in Höhe der Brust des/der Verstorbenen Aufstellung und fasst den Vorsatz zur Verrichtung, wobei er erwähnt, ob es sich um einen Mann oder um eine Frau handelt. Dann hebt der Imam seine Hände bis in Höhe der Ohren und sagt “Allahu ekber!” Die Gemeinde folgt ihm darin. Jetzt rezitiert er das Sübhaneke (wobei nachve teala ceddük” noch eingefügt wird: “ve celle senaük”). Nunmehr sagt der Imam (ohne die Hände zu heben), “Allahu ekber”. Das gleiche tun wir im Stillen und rezitieren sodann Allahümme salli, Allahümme barik. Dann folgt ein drittes Takbir und ein Bittgebet für den Verstorbenen. Wer kein Totenbittgebet kennt, spricht folgenden Text:

Rabbena atina fiddünya haseneten ve filahireti haseneten ve kina azabennar. Birahmetike ya erhamer rahimin”. Die deutsche Bedeutung dieser Worte findet ihr weiter oben bei den Texten zu den täglichen Gebeten. Zum Schluss wird das vierte Takbir gesprochen und sofort anschließend Seläm gegeben.

Das Gebet das nach dem dritten Takbir rezitiert werden soll

Für jede Leiche wird folgendes Gebet rezitiert:

Oh Herr, vergebe unseren toten, lebendigen; die sich hier befinden, die sich nicht hier befindende; unsere Herren, unsere Frauen; unsere Jungen und unsere alten. Oh Herr, erschaffe die neue Generationen die von uns entstanden als angehörige des Islams!… Und die von uns deren Zeit zum Tod gekommen ist lass uns als Gläubige sterben.”

1) Wenn Der Gestorben Ein Erwachsener ist spricht man folgendes Gebet:

Oh Herr, gebe diesem eine ewige Gemütlichkeit, endlose Gnade, Vergebung von Sünden und ein Leben im Paradies.

Oh Herr, wenn dieser gestorbene Gute Taten verrichtet hatte, so gebe auch du dem Toten seine Belohnung vermehrt, wenn dieser gestorbene Sünde begangen hat, vergebe ihn und bestrafe ihn nicht! Vergebe seine Sünden. Mache diesen Toden Sicher von seinem Befürchtungen, Überbringe ihm mit deine Güte, lass ihm den Jenseitsehre und eine hohe stelle erreichen. Oh Allah, Barmherzigster von Allbarmherzigsten.”

2) Wenn der Tode ein Kind ist spricht man folgendes Gebet:

Oh Allah! Mache dieses Kind für uns einen Empfänger im Paradies und ein Jenseitsgeschenk…. Mein Herr! Mache dieses Kind Fürbitter für uns und mache seine Fürbitte gefällig.”

Wer diese Gebete niicht kennt, rezitiert das Rabbena-Atina-Gebet.

Das Tragen des Leichnams

Als das Gebet zum Grab gebracht wird, hält man von vier Seiten des Sarges. Mein geht schnell aber nicht laufend. Die Leiche eines kleinen Kindes darf eine Person auf den Armen tragen. Es ist angenehmer, dass man hinter der Leiche geht. Die Menschen die hinter der Leihe gehen sollen sich an Allah erinnern, man soll die Situation des Toten sehen und sich erinnern, dass alles was auf die Welt kommt ein Ende hat. Sie sollten es vermeiden unnötige Gespräche zu führen. Es ist nicht erlaubt hinter dem Toten mit lauter Stimme Takbir und Koran zu rezitieren. Wenn man zum Grab kommt legt man die Leiche von den Schultern ab. Sowie es Verpönt ist bevor die Leiche abgelegt wird, ist es auch Verpönt, nachdem die Leiche abgelegt wurde, dass man Grundlos steht.

Die Beerdigung des Toten

Das Grab: Die Länge des Grabes soll, in der Länge des Toten sein. Die Breite des Toten soll der hälfte von der Länge eines Menschen sein. Die Tiefe soll bis auf die Brustlinie eines Menschen kommen. Und man öffnet auf der Kibleseite Sarkophag.

Die Leiche wird von der Kible Seite ins Grab eingelegt und wird in diesem Sarkophag eingelegt. Wenn nötig können ein oder zwei Personen, ins Grab runter gehen. Derjenige der den Toten ins Grab einlegt sagt: “Bismillah we ala milleti resulillah.”

Im Grab dreht man den Toten auf die rechte Seite und wird so eingelegt, damit

die Leiche sich nicht dreht legt man Erde. Danach öffnet man das verbundene Leichentuch und der Sarkophag wird mit Holz bedeckt. Wenn der Tote eine Frau ist, breitet man ein Tuch über das Grab aus bis der Sarkophag bedeckt wird. Auf dem Grab der Männer aber wird kein Tuch ausgebreitet. Nachdem der Sarkophag bedeckt wird, wird mit der Schaufel oder mit den Händen über den Grab Erde ausgestreut. Das Grab wird, wie der Fischrücken, eine Handspanne oder mehr von der Erde hoch sein. Es ist empfohlen, dass auch die sich dort befindende je drei Handvoll Erde über das Grab ausstreuen. Es ist Verpönt, dass man auf ein grab mehr Erde als man ausgegraben hat zerstreut. Man darf um die Erde zu befestigen, über das Grab Wasser ausgießen.

Besser ist es, wenn die Frau von ihrem mahrem (naher Verwandter, keine Heirat eingehen durfte.) ins Grab eingelegt wird. Obwohl es auch erlaubt ist den Toten in der Nacht zu begraben, ist es besser, den Toten am Tag zu begraben.

Bevor die Knochen des Toten verwest und zu Erde geworden sind, ist es nicht erlaubt, das Grab zu öffnen und einen anderen Toten zu begraben. Jedoch, wenn kein Platz vorhanden ist, legt man die Knochen der vorherigen Leiche zusammen und man legt Erde zwischen diesen und der neuen Leiche.Es ist nicht erlaubt, dass die Leiche nachdem sie begraben wurde, in ein anderes Grab getragen wird. Es ist erlaubt, wenn die Erde ausgedehnt oder Feucht ist, die Leiche mit dem Sarg einzulegen. Es ist erlaubt, dass man unter der Leiche Baumwolle, Kissen oder Strohgeflecht einlegt.

Obwohl es erlaubt ist, das man bevor man stirbt für sich ein Grab vorbereitet ist dies unnötig, denn man weiß ja nicht wo man sterben wird.

Als Ebu Bekir einen Menschen sah der für sich ein Grab vorbereitete, sagte er:

-“Bereite für dich kein Grab vor sondern, bereite dich für den Grab vor.”

Es ist nicht verpönt, dass jemand bevor er stirbt, seinen Leichentuch vorbereitet. Wenn die eine Christliche oder eine Jüdische Frau eines Moslems stirbt, ist es besser, dass er sie an einem anderen Platz begrabe.

Kondolenz

E ist empfohlen, das man die Familie und Verwandten des Toten kondoliert und für sie betet und ihre Beileidsgefühle mitteilt.

Um die Kondolenzen zu Empfangen, können die Familie und Verwandten drei Tage zu Hause bleiben. Nach drei Tagen zu kondolieren ist verpönt. Denn diese erneuert den Kummer der Familie wieder. Auch bevor der Beerdigung kann man kondolieren.

Wenn Jemand der einmal kondoliert hat, zum zweiten Mal kondoliert ist dieses auch verpönt.

Es ist auch verpönt das die Familie des Toten an die Gäste essen gibt. Denn man gibt essen wenn man glücklich ist.

Zum Totengebet

Wenn der Imam den ersten Takbir rezitiert hat, und jemand danach kommt, wartet dieser Person auf den zweiten Takbir von Imam. Dieses gilt auch für die, die nach dem zweiten und dritten Takbir gekommen sind. Auch der nach der vierten Takbir gekommen ist. Nach dem der Imam die Grüßung macht, bevor die Leiche von seiner Stelle gehoben wird, ohne Dua zu rezitieren, holt er die drei Takbir die er nicht erreichen konnte nach.

Es gibt vier Takbir beim Totengebet. Wenn man einer dieser Takbir verlässt wird das Gebet ungültig.

Falls der Imam mehr als vier Takbir rezitiert, richten sich die Betenden nicht nach ihm. Beim Totengebet erhebt man nach der ersten Takbir nicht mehr die Hände.

Wenn mehrere Leichen gibt ist es besser, dass man deren Gebet je einzeln verrichtet. Es ist aber aus religiöser Hinsicht auch erlaubt, dass man für einpaar Leichen Gemeinsames Totengebet verrichtet.

Falls jemand während er starb ein Testament machte, “wenn ich sterbe, soll mich derjenige waschen, der soll mein Totengebet verrichten.” Ein solches Testament ist ungültig.

Wenn der Tode nicht gewaschen wurde oder sein Gebet nicht verrichtet wurde, jedoch man ihn beerdigt hat wird das Grab nicht mehr geöffnet. Auch das Gebet der Toten die in eine Grube gefallen sind und nicht mehr rausgeholt werden können oder die unter einer eingestürzten Gebäude bleiben liegt unter diesem Beschluss.

Wenn der Tote ohne gewaschen zu werden oder ohne sein Gebet verrichtet wurde beerdigt wird, verrichtet man sein Gebet auf seinem Grab. Aber der Körper des Toten darf nicht zerteilt sein. Wenn der Körper zerteilt ist kann man es nicht verrichten.

Jemand der bei bewusst sein seine Mutter oder sein Vater getötet hat, dessen Totengebet wird nicht verrichtet. Auch die Gegen den Staat rebellierenden, die Räuber wenn sie während einer Streit getötet wurden, werden sie weder gewaschen noch deren Totengebet wird verrichtet.

Jemand der wegen bewusstem Mordschlag hingerichtet wird, verrichtet man das Totengebet.

Auch jemand der Selbstmord begangen hat, wird gewaschen und das Totengebet wird verrichtet.

Wenn ein Kind stirbt dessen Vater oder Mutter Moslem wurde, wird das Totengebet verrichtet. Denn wer aus religiöser Hinsicht gnädiger ist, wird das Kind an dem abhängig.


Das Märtyrium

Wer auf dem Wege Allahs stirbt gilt als Märtyrer.

Allah, der Erhabene deutet im Gnadenreichen Koran:

“Und sprechet nicht von denen, die auf dem Wege Allahs gestorben sind: “Sie sind tot. “Nein, sie sind lebendig, doch ihr versteht nicht.”108

Die Bedeutung eines anderen Koranverses ist:

“Halte jene, die auf dem Wege Allahs gestorben sind ja nicht für tot – sondern lebendig bei ihrem Herrn; ihnen werden Gaben zuteil. Beglückt durch das, was Allah ihnen von Seiner Huld beschert hat, und voller Freude für jene, die ihnen nachfolgen, sie aber noch nicht eingeholt haben; denn keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern.”109

Unser Prophet gab diesen Frohbotschaft:

“Alle Vergehen der Märtyrer außer jene an Menschen werden vergeben.”110

Es gibt drei Arten der Märtyrer

1. Märtyrer in Hinsicht des Diesseits und Jenseits

Märtyrer die in dieser Lage sind, werden nicht gewaschen und man zieht deren Kleider nicht aus. Deren Gebet wird verrichtet und sie werden so wie sie sind beerdigt. Jedoch die Kleidungen die nicht in der Art von Leichentuch ist z.B.: Mantel, Hut, Schuhe Waffe u. ä, werden ausgezogen. Wenn bei der Kleidung die Teile die bedeckt werden müssen, fehlen, werden diese ergänzt.

Diese sind die weltlichen Beschlüsse die bei dem Märtyrer durchgeführt werden. Bei denen müssen sechs Voraussetzungen vorhanden sein, damit sie ohne gewaschen zu werden, deren Totengebet verrichtet und mit deren Kleidung beerdigt werden. Diese Voraussetzungen sind:

-Moslem sein, die Pubertät erreicht zu haben, nicht Menstruation haben, Wochenbettblutungen haben und nicht rituell unrein (Dschünup) sein. Wenn die Wunde welche der Grund für seinen Tod war, entnommen wurde, ohne ein Nutzen vom Leben zu ziehen sofort gestorben sein. Wenn einer dieser Voraussetzungen fehlt, wird der Märtyrer gewaschen und zum Leichentuch eingewickelt.

-Der im Krieg vom Feind getötet wurde,

-Der eine Wundespur hat und im Kriegsfeld Tod gefunden wurde.

-Der von den Moslems ungerecht getötet wurde,

-Die von den Rebellen und Strassenräubern getötet wurden. Diese sind sowie aus diesseitigen Beschlüssen auch aus jenseitigen Beschlüssen nach Märtyrer. Auch die Moslems die während sie ihre Güter, ihre Ehre, Leben und alles andere schützten und andere Moslems verteidigten sind und dabei getötet werden sind auch, solche Märtyrer.

2. Märtyrer in Hinsicht des Jenseits

Diese sind die Märtyrer, bei denen einige von den oben genannte Voraussetzungen fehlen und deshalb gewaschen und zum Leichentuch gewickelt werden.

Diese sind die nach dem sie verwundet wurden während sie mit dem Feind, den Rebellen und Straßenräubern kämpften, nicht gleich gestorben sind sondern gegessen haben, getrunken, geschlafen haben, geheilt wurden, vom Kriegsfeld an einem andren Ort gesandt wurden und danach starben. Die viel sprechen, die Shopping machen oder die Vernünftig sind aber soviel Zeit vergeht in dem man ein Gebet verrichten können.

Die durch ertrinken, verbrennen sterben, die unter Zusammenbruch sterben. Auch die während sie, um den Lebensunterhalt ihrer Kinder aufrechter Weise (helal) erwerben sterben. Und die um Kenntnis zu erwerben unterwegs sind und in dieser Zeit sterben sind, Märtyrer.

3. Märtyrer in Hinsicht des Diesseits

Diese sind die obwohl sie Heuchler sind, sich als Moslems angeben und während sie für die Moslems kämpfen getötet werden. Auch sie werden zwar nach dem ihr Gebet verrichtet wurde mit deren Kleidern beerdigt. Jedoch weil sie keinen Glauben hatten und wegen ihrer weltlichen Ziele gekämpft haben und dabei gestorben sind, werden sie im Jenseits von dem Gotteslohn die an den wahren Märtyrer gegeben wird, versagt bleiben.

 

Der Besuch der Gräber

Das Graben besuch ist sowie für die Männer, auch für die Frauen mendup.

Unser Prophet sagte:

“Besucht die Gräber. Denn der Besuch an die Gräber wird euch an Jenseits erinnern.”111

“Ich hatte euch den Grabenbesuch untersagt. Aber es wurde an unserem Propheten Mohammed erlaubt, das Grab seiner Mutter zu besuchen. Und auch ihr sollt die Gräber besuchen. Denn das Graben besuch ist Erinnerung an Jenseits.”

Am Anfang hatte unser Prophet den Graben Besuch verboten. Der Grund dafür war:

Islam hat den Einigungsabschuss gebracht. Das ist die bedeutendste Eigenschaft Islams. Dieser Glaube stützt sich an den einen Allah zu glauben. Es gibt Allah und er ist ein und einzig. Nichts ist ihm gleich und nichts ähnelt ihm. Man betet nur  ihn an und man bittet nur von ihm um Hilfe. Desgleichen der Respekt und die Ehrung die man an ihm zeigt, darf man nicht einem anderen zeigen. Das ist gegen den Einigungsabschuss.

Bevor Islam, beteten die Menschen in Arabien, an den Götzendiener, an die Gräber. Die Menschen die den Islam neu angenommen hatten, könnten diesen Verhalten auch zum Islam als Tradition übertragen. Um dies zu verhindern hat unser Prophet das Grabs besuch verboten. Nachdem die Moslems Islam und den Glauben ganz verstanden haben, wurde der Grabsbesuch erlaubt. Auch er selbst hatte den Grab seiner Mutter Amine besucht.

Auch Aische (Allahs Wohlgefallen auf ihr) besuchte das Grab seines Bruders.

Ibn Ebu Mueleyke sagte: O du Mutter der Gläubigen, von wo kommst du? Aische antwortete:

Ich habe das Grab meines Bruders Abdurrahman besucht, ich komme von dort. Ich zu ihr: Hat denn nicht unser Prophet Grabenbesuch verwehrt gehabt? Aische (Allahs Wohlgefallen auf ihr) antwortete: Ja, eine Zeitlang, hatte er es verwehrt. Aber danach befiehl er das Graben Besuch.

Das Besuch des Grabes  unseres Propheten und seiner Gefährten ist wichtig für uns. Die Gräber zu besuchen und an Allah um deren Vergebung zubeten ist sowie für die Toten auch für die Lebenden sehr wichtig. Denn die am Leben sind werden sich an den Tod erinnern und werden sich zu recht machen. Als unser Prophet, den Sinn des Grabsbesuch erläuterte, sagte er: “denn das Grab wird euch an das Jenseits erinnern.”

Die Art und Weise des Grabsbesuches

Man sollte die Gräber einmal die Woche, besonders am Freitag oder Samstag, wenn dies nicht möglich zumindest an den Festtagen besuchen. Der Besucher wendet sich nach Kaaba oder gegen das Gesicht der Toten und betet folgendes:

“O ihr Gläubigen. Auch wir werden hoffentlich euch treffen. Ich wünsche euch und uns Wohlbefinden.”

Als unser Prophet den Friedhof besuchte betet er mit diesen Worten. Es ist auch eine gute Tat, wenn der Besucher Koran liest. Diesen Gotteslohn an die Toten zu schenken, macht auch sie vorteilhaft. Auch dem Besucher wird Allah Gotteslohn geben und sie belohnen. Man darf nicht Gebet verrichten, an dem man sich nach den Gräbern richtet und man darf sich nicht auf die Gräber setzen.

Unser Prophet sagte:

“Setzt euch nicht auf die Gräber, und verrichtet eure Gebete nicht an den Gräber.”112

In einem anderen Hadith heißt es wie folgt:

“Es ist besser, dass wenn einer von euch auf einer Glut sitzt und ein Teil seines Kleids brennt und es bis zur seiner Haut dringt, als dass er auf einem Grab sitzt.”113

Man darf nicht an die Grabsteine die Hände oder das Gesicht streichen. Man macht an die Toten kein Votivgeschenk und wünscht von dem Toten nichts. Es ist verpönt die Gräber zu betreten und auf den Gräbern zu schlafen.

Man darf die Bäume auf den Gräbern nicht abhacken. Das grüne nicht ausreißen. Nur wenn sie getrocknet sind ist es erlaubt.

 

 

 

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